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Schachturnier in Istanbul

 

Die „Istanbul Lisesi“-Schule ist ein staatliches mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium der Türkischen Republik und gleichzeitig ist sie eine von z. Z. weltweit 140 geförderten Deutschen Auslandsschulen. Hierbei ist sie das einzige Gymnasium, welches im von der deutschen Wirtschaft geförderten MINT-EC e.V. mitarbeitet. Das Besondere an diesem Gymnasium liegt darin, dass Deutsch als erste Fremdsprache gelehrt wird und die naturwissenschaftlichen Fächer auch in Deutsch unterrichtet werden.

Unsere Delegation wurde geleitet von unserem Fachlehrer für Physik, Sport und Astronomie Herrn Xaver Wölfer. Das Schachteam bestand aus Karl-Simon Altstadt (Klasse 11/2), Gedeon Hartge (Klasse 10/2), Felix Schulte (Klasse 10/1) und mir, Sebastian Pallas (Klasse 9/1) - dem Autor dieses Berichtes.

Tag 1

Die Anreise nach Istanbul verlief zu Beginn recht stürmisch. Das Tiefdruckgebiet „Niklas“ sorgte nicht nur für verschiedene Sturmschäden in ganz Deutschland, sondern verwirbelte auch die Flugpläne. So wurde der Flug am frühen Mittwochmorgen noch am späten Vorabend gestrichen und Herr Wölfer hatte einiges Kopfzerbrechen, die Flüge für unser Team umzubuchen… (Dies hat toll geklappt – besten Dank nochmal von der ganzen Truppe!!!)

Mit drei Stunden Verspätung trafen wir am Flughafen „Istanbul-Atatürk“ ein. Unsere Gastgeber, Ali Han und Ceren, hatten während der ganzen Zeit am Flughafen auf uns gewartet und waren sehr froh, uns in Empfang nehmen zu können. Im strömenden Regen ging es nun zu unserem Quartier für die kommenden Tage. Wir wurden im schuleigenen Internat untergebracht.

 

 

Tag 2

Am nächsten Tag besserte sich das Wetter und wir konnten Istanbul erkunden. Dabei hatten wir die perfekt deutschsprechenden Reiseführer, die Schüler der „Lisesi“.

Sie zeigten uns die wohl einzige Stadt, die auf zwei Kontinenten steht, mit vielen Besonderheiten und ihrer abwechslungsreichen Geschichte, bekannt geworden unter dem Namen Byzanz, später Konstantinopel und heute Istanbul.

Mit seinen über 14 Millionen Einwohnern sollte man glauben, dass es ein einziges Verkehrschaos gibt. Erstaunlicherweise war dies nicht der Fall. Mit viel mehr Gelassenheit und Rücksichtnahme als in Deutschland geht es also auch.

Geprägt war das Stadtbild von Istanbul durch die zahlreichen Kathedralen und Moscheen, die zeigen, wie Christentum und Islam sich begegnen.

 

 

Tag 3

Am Freitag ging es dann endlich mit dem Schachspielen los!

Insgesamt waren sieben Runden zu spielen. Natürlich wollten wir dem Erfolg unserer Schulmannschaft aus dem Vorjahr möglichst nahe kommen und das Ziel war ein Platz auf dem Podest.

Zum Glück verpasste es keiner, die Uhren auf die andere Zeitzone (Osteuropäische Zeit: plus 1 Stunde) umzustellen, alle kamen pünktlich zur Runde.

Die Runden 1 und 2 konnten wir siegreich gestalten (jeweils 4:0) und trafen in der dritten Runde auf stärkere Konkurrenz. Auch hier siegten wir, wenn auch denkbar knapp mit 2,5:1,5.

 

 

Tag 4

Am Sonnabend wurden die Runden 4 und 5 gespielt.

Beide Spiele gingen mit 3,5:0,5 und 4:0 an unser Team. Damit konnten wir mit 5 Siegen aus 5 Runden einen Platz in der Spitzengruppe vor dem letzten Spieltag behaupten.

 

Tag 5

Am Sonntag fanden die beiden finalen Runden des Turnieres statt. Auch diese Kämpfe konnte das Team des Georg-Cantor-Gymnasiums für sich entscheiden (3,5:0,5 und 3:1).

Somit hatten wir nicht nur alle unsere Spiele, sondern auch die Turnierwertung gewonnen! Am Ende hatten wir es geschafft, gewannen das Turnier und verteidigten damit den Titel aus dem letzten Jahr!

Die Siegerehrung schloss sich an und begann mit einer sehr interessanten Rede unseres Lehrers und Betreuers Herrn Xaver Wölfer. Er lobte besonders die sehr gute Organisation, die herzliche Gastfreundschaft, die schöne Stadt und den ausgezeichneten Granatapfelsaft.

Neben dem schönen Pokal für den Team-Erfolg räumten wir auch bei der Einzelwertung ab. Karl und Gedeon belegten an den Brettern 2 und 3 jeweils zweite Plätze. Felix und ich wurden sogar Erste an den Brettern 4 und 1.

 

 

Tag 6

Zum Abschluss blieb uns noch ein freier Tag, der für eine Stadtführung und eine Schifffahrt auf dem Bosporus genutzt wurde.

Zur körperlichen Ertüchtigung nach so viel „Kopfarbeit“ spielten wir mit den türkischen Schülern Fußball auf der „Dachterrasse“.

 

Dann kam der Abschied, der keinem von uns leichtfiel.

Wir haben uns bei unseren neuen Freunden in Istanbul sehr wohl gefühlt und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Vielen Dank an die türkischen Gastgeber für die herzliche Aufnahme, Herrn Xaver Wölfer für die Bereitschaft, als „Chef de Mission“ unser Schachteam zu betreuen und an den Förderverein des Georg-Cantor-Gymnasiums für die Unterstützung!

 

Sebastian Pallas, Klasse 9/1

 

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