Voller Vorfreude auf den kommenden Fünf-Tage-Marathon voller neuer Erkenntnisse auf beiden Seiten trudelten wir, die 23-köpfige Olympiamannschaft, und unsere drei erfahrenen Trainer 6:30 Uhr auf den Hauptbahnhof ein. Nach geschlagenen drei Stunden im Zug erreichten wir gegen 10:00 Uhr unser erstes Ziel: Das Institut für Geophysik und Geoinformatik der TU Freiberg. Uns erwarteten nicht nur ein überwältigender Vortrag, sondern auch eine spannende Stationsarbeit, bei der wir unsere geologischen Kenntnisse schulen und anwenden durften. Es war so fesselnd, dass wir gar nicht merkten, wie erschöpft und hungrig wir gegen Abend wurden. Als die Sonne schon längst hinter‘m Horizont verschwunden war, brachte uns ein Bus zu unserer altbekannten Ruhestätte, der Jugendherberge Frauenstein. Dort erwarteten uns bereits, neben den ersehnten kuschligen Betten, die netten Mitarbeiter mit leckerem Essen😊. Und…

Boom! Es war morgen und wir fanden uns nach einem reichhaltigen Frühstück im Seminarraum bei Herrn Bader wieder. Er brachte uns das Lieblingsthema eines jeden Matheschülers näher: Gleichungen, Gleichungen, und nochmals Gleichungen. Aber reichen 90 Minuten Gleichungen lösen? Natürlich nicht. Also hängten wir noch weitere anderthalb Stunden Geometrie dran. Nach dem wichtigsten Teil des Tages – dem Mittagessen – und natürlich einer kurzen Pause starteten wir neu durch, diesmal in Vorbereitung auf die Mannschaftswettbewerbe. Wieder mal merkten wir gar nicht, wie die Zeit verging, sodass die Lehrer uns buchstäblich von den Aufgaben wegreißen und auf die Kegelbahn schleppen mussten. Doch auch dort waren wir erfolgreich. Zumindest der Teil von uns, der den jahrelang unangefochtenen Cantorianischen Kegelrekord brach: das Team des glorreichen Otto. Ding Dong!

Der Wecker klingelte mal wieder viel zu früh und schon saßen wir in unserem Lieblingsraum – dem Seminarraum. Heute, am Mittwoch, stand ein etwas anderer Vortrag an: Herr Koch stellte uns die Projektive Geometrie vor. Für die von euch, die sich darunter nichts vorstellen können: Punkte können Geraden sein, Geraden können Punkte sein, Parallelen schneiden sich, und nicht zuletzt: Alles was du bisher gelernt hast, scheint keinen Sinn mehr zu ergeben. Doch es war spannend. Warum hätten wir sonst die zahlreichen Übungsaufgaben gelöst? (Oder es zumindest probiert …) Ein Highlight jagte das nächste und so ging es weiter mit Funktionalgleichungen. Da wusste auf einmal auch der Taschenrechner nicht mehr weiter. Oder wie Herr Koch sagte: „Setzt x = 0, dann ist f von null gleich f von f von f von minus y. Und sei dann y = f von f von x, sodass f von f von y gleich y ist. Seid ihr alle mitgekommen?“. Kein Wunder, dass wir letztendlich mit rauchenden Köpfen den Raum in Richtung Mittagessen verließen. Doch spätestens bei der Erzgebirgswanderung erlangten wir unsere kühlen Köpfe zurück. Andererseits äußerte sich nach zwei körperlich anstrengenden Stunden schon der Matheentzug, sodass wir uns schließlich zu einer weiteren Einheit Funktionalgleichungen im Seminarraum zusammenfanden. Und schon wieder hieß es: „Setzt x gleich…“, ihr wisst schon …

Am nächsten Tag widmeten wir uns „auf Wunsch eines einzelnen Herren“ A. Koch unser aller Lieblingsthema: Kombinatorik. (Gewinnchance beim Lotto, dies das…) „Auf Wunsch eines anderen Herren“ A. Koch folgte dem ein wenig Zahlentheorie. (x+y+z = pq – Finde alle reellen Lösungen!) In Aussicht auf die Zielgerade ereilten uns am Nachmittag noch einmal die allseits beliebten Mannschaftswettbewerbsaufgaben, mit Lösungen wie    .

                                                 .

Damit zum Schluss: Auch wenn wir nur einen Bruchteil der Aufgaben verstanden haben, alle mit gutem Gewissen nach Hause gehen konnten, folgte darauf die Auswertung des Lagers. Und die Highlights fanden kein Ende. Den Preis für das ordentlichste Zimmer erhielten dieses Jahr, zum allerersten Mal entgegen der tradierten Mädchenüberlegenheit: die Jungs aus der 10.

 

Der letzte Tag fiel uns allen am schwersten: Kein Aufgabentraining! Nada!  Zum Glück fuhr der Bus schon 09:00 Uhr ab, sonst wären sicher einige von uns auf Suizidgedanken gekommen. Der Marathon endete dann mit einem Besuch des Krügerhauses in Freiberg. Bevor ihr euch fragt, was Geologie mit Mathe zu tun hat: Alle Mathe-Nerds lieben Mineralien.

Jedenfalls war das Lager sehr schön, und wir können das nächste kaum erwarten. An dieser Stelle möchten wir auch unseren Mathelehrern Frau Bachran, Herrn Bader und Herrn Koch dafür danken, dass sie die Woche - wie immer - so schön gestalteten, und wirklich jeden Tag auf‘s Neue Wege fanden, uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern 😊

Geschrieben von Xenia und Vasil

 

  • Spezi8-1120
  • Spezi8-1122
  • Spezi8-1106
  • Spezi8-1133

  • Spezi8-1115
  • Spezi8-1123
  • Spezi8-1125
  • Spezi8-1127

  • Spezi8-1124
  • Spezi8-1113
  • Spezi8-1108
  • Spezi8-1129

  • Spezi8-1118
  • Spezi8-1103
  • Spezi8-1121
  • Spezi8-1112

  • Spezi8-1109
  • Spezi8-1110
  • Spezi8-1132
  • Spezi8-1117

  • Spezi8-1134
  • Spezi8-1104
  • Spezi8-1119
  • Spezi8-1131

  • Spezi8-1101
  • Spezi8-1107
  • Spezi8-1102
  • Spezi8-1126

  • Spezi8-1116
  • Spezi8-1128
  • Spezi8-1111
  • Spezi8-1114

  • Spezi8-1130
  • Spezi8-1105
 

Anmeldung

Joomla templates by a4joomla